Initiative Mindestlohn 7,50 €
Ein Schritt in die richtige Richtung, so zeigt sich zunehmend, ist ein auch in der BRD festzulegender Untergrenze für Gehälter. Wo bis auf die Schweiz und Österreich alle Nachbarn den Mindestlohn bereits eingeführt haben, ist es mehr als überfällig, diesen Schritt auch hier zu vollziehen.
Erfahrungen sowie Untersuchungen zeigen, dass keineswegs eine "Arbeitsplatzvernichtung" mit der Einführung eines Mindestlohnes einhergeht, sondern vielmehr Kaufkraft gestärkt, Schieflagen gelindert und menschenhandelsähnliche Verhältnisse mit Bezügen zum Thema aus dem meist osteuropäischen Ausland damit stark eingeschränkt bis nahezu gestoppt werden.
Dass arbeitende Menschen nahe der Armutsgrenze leben sollen oder müssen, ist ein darüber hinaus gehender, nicht hinzunehmender Umstand, der jahrelang über das Totschlagargument "Vernichtung von Arbeitsplätzen" auf unfairste Weise gefördert wurde. Quasi schleichend und allmählich kam so ein gutes Stück der soziale Marktwirtschaft abhanden und die ungünstigen Verhältnisse einer viel zu großen Schere zwischen arm und reich konnten unsere Gesellschaft attackieren.
Diesen Umstand gilt es nun wieder ins Lot zu bringen. Für Staat und auch Wirtschaft ist es lang- und mittelfristig wesentlich besser, über eine große Menge von vernünftig arbeitenden sowie steuerzahlenden Menschen mit entsprechender Kaufkraft zu haben, als in Kurzfrist alles auszunehmen was auch nur immer abschöpfbar erscheint. Diese Erkenntnis scheint sich endlich durchzusetzen. Es gibt eine berechtigte Hoffnung, dass die große Koalition sich hier bald dem europäischen Standard angleicht.
Webseite zum Thema :
http://www.mindestlohn.de/01.02.07_-_initiative_mindestlohn, Rev. 1, Zuletzt geändert 2007-02-01 10:07, 743 Aufrufe