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02.04.06 - Irland: Wirtschaftswunder auf der grünen Insel

Irland - einstiges Armenhaus Europas und viele Jahrzehnte Auswanderungsland
erlebt einen Boom. Selbst früher ausgewanderte Iren kehren nun wieder heim
und erkennen ihre Heimat kaum wieder. Die Wirtschaft prosperiert seit 10 Jahren
auf überdurchschnittlichem Niveau. Die UN zählt es mittlerweile als das
zweitreichste Land der Erde, gemessen am erwirtschafteten Wert, noch vor
Amerika oder Japan.

In 2005 stieg das Bruttosozialprodukt um über 5 % - bei einer Arbeitslosenquote
von rund 4 %. Das ist weniger als die Hälfte der Quote in Deutschland. Dabei
lag vor 25 Jahren die Arbeitslosigkeit auf der grünen Insel bei rund 20%.

Als Grundlage für das seit den 90iger Jahren begonnene und immer noch anhaltende
Wirtschaftswachstum, samt Wohlstandsvermehrung im Gefolge, gilt ein Pakt:
Regierung, Arbeitgeber und Gewerkschaften trafen in den 80iger Jahren
Vereinbarungen über weniger Lohnsteigerung bei gleichbleibender Einkommensteuer
ohne Erhöhungen. Mit niedrigen Steuersätzen wurden Investoren ins Land gelockt.
Mittels Geldzuwendungen aus der EU wurden Hochschulen und das Bildungswesen
aber auch die Infrastruktur ausgebaut. Eine drastische Ausgabenkürzung der
Regierung komplettierte die Massnahmen.

Seit 1996 ist Irland kein Auswanderungsland mehr, die Zustrom hat den Wegzug
übertroffen. Im Vergangenen Jahr kamen rund 70.000 Einwanderer ins Land, bei
nur noch 17.000 Auswanderern.

02.04.06_-_irland:_wirtschaftswunder_auf_der_gruenen_insel, Rev. 1, Zuletzt geändert 2006-04-02 23:09, 340 Aufrufe
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