06.04.06 - Entwarnung für Feinstaub-Diskussion durch neue Studie
Die Diskussionen um Feinstaubkonzentrationen steigen an, haben doch erste Städte
wie z.B. Frankfurt am Main fast die Grenze der maximal zulässigen Tage im Jahr
schon jetzt erreicht, die eine Überschreitung des Höchstwertes zulassen.
Eine neue Studie der TU Darmstadt belegt, dass die derzeit angewandten Messmethoden
zur Ermittlung der Feinstaubkonzentration differenzierter betrachtet werden müssen.
Hintergrund ist die Betrachtung des Feinstaubes an sich. Die für Menschen gefährlichen
Partikel sind zumeist die sehr kleinen, leichten. Diese entwickeln sich z.B. aus
chemischen Verbindungen bei Reaktionen von Gasen wie Stickoxiden und SO2.
Ein von uns gar nicht beeinflussbarer Anteil sind die natürlich vorkommenden
Anteile Feinstaub die z.B. aus der Natur in Form von Blütenpollen oder normalem
Staub bestehen. Diese sind die grossen und schweren Partikel innerhalb des
Feinstaubes.
Die derzeitigen Messstationen messen nun nicht die Anzahl der Feinstaubpartikel
sondern die Masse, sprich das Gewicht des Feinstaubes. Dieses wird aber massgeblich
durch die grossen Partikel, die für Menschen eher unbedenklich sind, bestimmt.
Somit kann die Messung alleine der Masse des Feinstaubes nicht detailliert darüber
informieren und aussagen, wie viele kleine, für Menschen gefährliche, Feinstaubpartikel
überhaupt enthalten sind.
Ein weiteres Ergebnis der Studie der Darmstädter ist die Erkenntnis, dass im Feinstaub
der Anteil an Diesel-Russ-Partikeln unter 10 Prozent liegt. Bisher war man davon
ausgegangen, dass Dieselfahrzeuge massgeblich zum Feinstaubanteil beitrügen.
Aus all dem lässt sich folgern, dass ein Verkehrsverbot in Innenstädten, wie es
in einigen Überlegungen ansteht, keine relevante Verbesserung für uns Menschen
brächte. Man kann als ein Ergebnis der Studie also eine Entwarnung bezüglich der
teilweise angstmachenden Feinstaubdiskussionen sehen.
06.04.06_-_entwarnung_fuer_feinstaub-diskussion_durch_neue_studie, Rev. 2, Zuletzt geändert 2006-04-06 08:42, 791 Aufrufe